Wer wären seine Apostel? Mit seinem neuen Film kehrt Milo Rau zurück zu den Ursprüngen des Evangeliums und inszeniert es als Passionsspiel einer ganzen Bevölkerung. Gemeinsam mit Yvan Sagnet, einem ehemaligen Landarbeiter und Aktivisten aus Kamerun, entwirft der Regisseur ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert: Ein Manifest der Solidarität der Ärmsten, ein filmischer Aufstand für eine gerechtere, menschlichere Welt. Der Film war ein Höhepunkt der Solothurner Filmtage 2020.

Im Film wirken Flüchtlinge, Aktivist*innen und Bürger*innen aus der europäischen Kulturhauptstadt 2019 Matera mit, in der schon Pier Paolo Pasolini «Il Vangelo secondo Matteo» (1964) und Mel Gibson «Passion of Christ» (2004) gedreht haben.